act smart – be visual

In den vergangen Jahren haben sich die Anforderungen an die Kommunikation grundlegend verändert. Mittlerweile werden professionelle Visualisierungen nicht nur von Designern und Marketing Fachleuten erwartet, sondern gleichermassen von Mitarbeitern und Managern. Diese Entwicklung ist keine Zeit- und Modeerscheinung, sondern beruht auf physiologischen Erkenntnissen wie wir Menschen Informationen wahrnehmen und verarbeiten können. Kurz zusammengefasst: Unsere Sinne sind stark auf visuelle Wahrnehmungen ausgerichtet, wir können in weniger als einer Sekunde Muster, Kontext und Emotionen erkennen, Entscheidungen fällen und uns an das Gesehene erinnern – sofern die Visualisierungen auf unsere Fähigkeiten ausgerichtet sind.

Neben den Grundlagen der „Visuellen Grammatik“ (u.a. Einsatz von Farben und Formen) ist noch wesentlich entscheidender sich über den Zweck und das Publikum einer Botschaft klar zu werden.  Ein Artikel der HBR gibt auf übersichtliche Weise einen Leitfaden, an dem wir uns orientieren können.

Handelt es sich um eine konzeptionelle oder Daten orientierte Darstellung?
Qualitative oder quantitative Informationen, Ideen oder Statistiken

Versuche ich etwas zu erklären oder zu untersuchen?
Feststellung, Aussage oder Hypothese untersuchen

Idea Illustration: beschreibende Visualisierung, um den Betrachter für eine Idee zu gewinnen. Es geht darum eine Story überzeugend vermitteln zu können.

Idea Generation: gemeinsame Entwicklung von Lösungen an Flipcharts. Visualisierung als Anker einer gemeinsamen Idee.

Management Visualisation: einfache, klare Darstellung zur Vermittlung von Botschaften und Fakten.

Visual Exploration: Bestätigung von Hypothesen, Erkennung von Mustern aus einer Datenmenge.

 

Mit unseren Visualisierungen wollen wir Informationen vermitteln, Aufmerksamkeit generieren, eine Gruppe für eine gemeinsame Idee gewinnen – kurzum eine Wirkung erzielen. Einmal abgesehen vom Quadranten „Visual Exploration“ lässt sich eine Nähe zur Thematik „story telling“ finden. Weshalb also nicht Erkenntnisse und Erfolgsfaktoren aus dem Feld „story telling“ nutzen um unsere Visualisierungen so effektiv wie möglich zu gestalten:

WHY   Kontext ist wichtig um das Ziel, den Fokus, das grosse Ganze zu erkennen.

WHO   Die Betrachter sollen sich angesprochen fühlen, müssen erkennen, weshalb sie und in welcher Rolle angesprochen werden.

WHAT  Eine Wirkung erzielen heisst auch eine Aktion auslösen. Es muss erkennbar sein, was die Betrachter in den entsprechenden Rollen für einen Beitrag erfüllen können.

WHEN  Ein zeitlicher Horizont hilft um die Dringlichkeit und Möglichkeiten zu verstehen.

 

Es ist wenig überraschend, dass Visualisierungen mit einer hohen Übereinstimmung zu den oben genannten Kriterien eine grosse Wirkung erzeugen und vielseitigen Einsatz finden.

 

 

Oben genannte Grafik zeigt eine Auswahl der „conceptual“ orientierten Methoden. Dass Lean und Agile in den letzten Jahren eine hohe Akzeptanz gefunden haben ist nicht alleine auf agile Marktanforderungen zurück zu führen, sondern auch auf den starken Bezug zu visuellen Werkzeugen. Das Interesse zu Visuellem, die Erzeugung einer gemeinsamen visuellen Sprache ist zu einem grossen Erfolgsfaktor geworden.

Visualisierungen sind nicht alleine auf zwei dimensionale Formen beschränkt. Als besondere Methode aus dem Quadranten „Idea Generation“ sei hier „Lego Serious Play“ erwähnt. Durch die Kombination von Visualisierung, Haptik und „story telling“ erzeugt diese Methode, insbesondere in Entwicklungs- und Innovationsprozessen, eine hohe emotionale Bindung der Teilnehmer zum Thema und damit eine wesentlich grössere Wirkung als rein abstrakte Methoden.

Wir können es in unserem Geschäftsalltag nicht mehr leisten, Konzepte oder Papier für die Schublade zu produzieren. Vielmehr ist gefragt in einem Netzwerk von Experten Wirkung und Veränderungen zu bewirken. Dazu bietet es sich an im Team eine gemeinsame Sprache, eine Bindung und Emotionen zu den gemeinsamen Zielsetzungen zu entwickeln. Neben der notwendigen Leadership ist der Einsatz von visuellen Methoden und Werkzeugen zu einem unverzichtbaren Erfolgsfaktor geworden.

Möchten Sie erfahren ob für Ihre Herausforderung der Einsatz visueller Mittel die erwünschte Wirkung erzeugen kann? Bitte zögern Sie nicht unsere Intercai Berater zu Challengen um mit Ihnen massgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Hinterlasse eine Antwort