Digitalisierung – Chance oder Risiko in den Unternehmungen?

Neben dem globalen Wettbewerb hat der Wirtschaftsstandort Schweiz mit der anhaltenden relativen Frankenstärke und der digitalen Transformation neue grosse Herausforderungen bekommen, die deutliche Veränderungen in den Arbeitsabläufen erfordern um sich erfolgreich in kompetitiven Märkten zu behaupten.

Die dazu notwendigen IT-Projekte sind Hoffnung und Problem zugleich: Scheitern IT-Projekte, wird oftmals der Software die Schuld gegeben. Tatsächlich wurden die kulturellen Aspekte bei der Einführung zu wenig beachtet.

Studien und wissenschaftliche Forschung zeigen seit Jahren das gleiche Bild: 70-80% der Mitarbeitenden verstehen den Zweck von Veränderungen in der Unternehmung nicht und sind überfordert. Das ist nicht neu; was aber oftmals verdrängt wird, gilt auch für scheinbar „Banales“, wie die Einführung einer Software.

Für den Erfolg eines Business Cases ist nicht nur die Auswahl der richtigen Lösung entscheidend. Eine detaillierte Analyse der Inhalte, eine klare methodische Abstimmung zwischen IT und Business und die benutzerfreundliche Ausgestaltung der Oberfläche sind notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzungen für den Erfolg. Der entscheidende Faktor im Business Case ist, ob die Einführung der Lösung überhaupt zur Unternehmenskultur passt und bei den Kunden Resonanz findet. Wird sie als überflüssig oder sogar als Bedrohung betrachtet, ist ein Scheitern so gut wie vorprogrammiert.

Die Gründe für eine Digitalisierung können für die Unternehmung, die Mitarbeitenden und die Kunden völlig unterschiedlich sein:

 

Digitalisierung

Quelle: /die-digitalisierung-der-versicherung-findet-statt

 

Wie die Grafik zeigt, ist der Grund auf den Online Kanal zu wechseln für 53% der Nutzer die Umgehung von „penetranten“ Verkaufsgesprächen, nur für 37% ist es die Bequemlichkeit des Online Einkaufes. Dem gegenüber stehen die existierenden Strukturen eines Direkt- oder Agenturverkaufes, die einen Online Kanal als Existenz bedrohend betrachten und entsprechend versuchen werden sich dagegen zu wehren. Bei der Einführung gilt es also nicht, nur die geeignete Software Lösung zu finden, sondern den gesamten Business Kontext mit den Betroffenen zu berücksichtigen um den gewünschten Erfolg sicherzustellen.

 

Was heisst dies nun für die Einführung Ihres Software Projektes? Prüfen Sie:

  • Adressiert das gewählte Vorgehen das eigentliche Problem? Ein CRM schafft noch keine Kunden.
  • Haben Sie die richtige Methode gewählt? Eine Prozessunterstützung vermindert keine Marktdynamik.
  • Haben Sie eine Botschaft, die in der Organisation Resonanz erzeugt? Ängste und verletzte Werte führen zu Ablehnung und Boykott.

Haben Sie hier überzeugende Antworten, so haben Sie die richtige Lösung gewählt. Es entstehen bei Mitarbeitenden und Kunden positive Bilder und Interesse, Akzeptanz und die Bereitschaft zur Veränderung.

 

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