Intercai (Schweiz) AG
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Intercai Kunden Event 2011 

Rückblick Intercai-Kundenevent 2011:
 
„Top Performance – dank ICT, mit ICT, trotz ICT?“

 

 

Das erste Referat von Dr. Emmanuel de Haller, COO von Hocoma AG, hatte zum Thema die effiziente Einbindung der ICT in die internationalen Geschäftsprozesse. Das Referat zeigte die Betrachtungsweise des Jungunternehmens, das automatisierte Therapiegeräte für die Rehabilitation von Patienten entwickelt, herstellt und weltweit tätig ist. Für die Leistungserbringung, den Informationsaustausch mit den Kunden und die Optimierung des Workflow ist ICT einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in ihrem Geschäft. Grosse Mengen von Informationsaustausch und -verarbeitung sind sowohl für die Beratung der Kunden und der Patientenbehandlung wie den Betrieb und die Wartung ihrer Systeme erforderlich. Zudem agiert Hocoma oft in Regionen, in denen das Wissen in Bezug auf Technik und ICT sehr tief oder die umgebende Infrastruktur mangelhaft ist.
Als wichtige Barriere für den Erfolg zeigt sich der „Rückstand“ der Gesundheitsbranche weltweit in Bezug auf ICT-Einsatz in den Kliniken und bei Therapien. Es bestehen sehr wenig elektronische Daten, was den Austausch zwischen Hocoma, den Kliniken und Therapeuten erschwert.
Aus den Gegebenheiten zog der Referent das Fazit, dass ihr Geschäft ohne ICT nicht realisierbar ist. Gleichzeitig bleibe das Wichtigste der persönliche Austausch mit Kunden und Patienten. ICT bleibe Mittel zum Zweck für den internationalen Austausch.

 

Das Thema des zweiten Referats von Enrico Lardelli, CIO und GL-Mitglied von Postfinance, war die Auseinandersetzung mit den künftigen Herausforderungen des internen ICT-Dienstleisters. Er erläuterte praxisnah, wie sich im gestandenen Grossunternehmen die Rolle vom Verantwortlichen für die Informationstechnik zum Mitgestalter für Geschäftsprozesse verändert hat. So schilderte er anhand der konkreten Situation bei der ICT der Postfinance, wie sich der Fokus der ICT von der Technologiekompetenz über die Prozesskompetenz zum heutigen aktiven Wertbeitrag im Unternehmen entwickelt hat. Kundenzufriedenheit, Fachkompetenz, die Fähigkeit Projekte effizient zu realisieren sowie kontinuierliche Kostenoptimierung bleiben aus der Sicht des Referenten wichtige Basisaufaben der ICT. Die Entwicklung der Informatik sieht er in Richtung Servicecenter mit integrierter Finanz- und Leistungsführung mit hoher Transparenz und Anwenderbezogenen Kostenzuordnung. Noch weiter geht Postfinance mit der Umsetzung der Haltung der Konzernleitung, dass ICT sich in die Innovation des Geschäftes einmischen soll.
Dazu zeigte Lardelli konkrete Beispiele aus der Kundenberatung unterstützt mit modernen Tablett-PC-Applikationen oder Bankservices wie bargeldloses Zahlen mit Hilfe von eigenen Smartphone-Applikationen.

 

Im dritten Referat von Brigitt Walser, Trainerin, Coach und Mitgründerin von Speak GmbH, stellt die Kommunikationsexpertin den Menschen im Umfeld der sozialen Plattformen ins Zentrum. Sie stellte die Frage, wie weit ICT den Softfaktor Mensch braucht.
In Ihrer Ausführung geht die Referentin vom Grundsatz aus, dass 3 Eigenschaften Voraussetzung für eine gute Kommunikation sind: Sozialkompetenz, Gesundheit und wie wach, respektive präsent jemand ist. Anhand von Praxisbeispielen wurde dies veranschaulicht. Z.B. die junge, aufstrebende Persönlichkeit mit top Fachkompetenz, höchster geistiger Frische und unermüdlichem Engagement, die zum Ärger der Vorgesetzten keine Verantwortung übernehmen will, aber immer wieder Zusatzforderungen stellt. Oder die Führungsperson eines global tätigen Betriebes, in dem die Räder nie stillstehen, der auf sein Befinden angesprochen von seinem prekären Gesundheitszustand berichtet aber sich nicht eingesteht, dass er sich mehr Zeit für sich nehmen muss.
Eine zweite Trilogie, stellte Walser fest, sei der Mensch mit der Technik und der Organisation. Heute sind wir gut darin geworden Organisationen zu planen und optimieren. Auch in der Technik wurden Quantensprünge vollbracht. In Bezug auf den Menschen stellte sie der Gesellschaft für die erreichten Verbesserungen schlechte Noten aus.
Mit ihrem Beitrag hat sie, nach den technischen Betrachtungen des Vorredners, das Auditorium in eine eigenbesinnliche Betrachtung geführt.

 

Im anschliessenden Podiumsgespräch brachten sich die Teilnehmer aktiv ein mit individuellen Ansichten und Fragen an alle drei Referenten. So wurde von mehreren Teilnehmern festgestellt, dass heute mehr denn je die fachlichen und faktenbezogenen Fragen im Vordergrund stehen und der Mensch als Faktor weiter an Wichtigkeit einbüsst. Übereinstimmend wird ICT als Erfolgsfaktor nicht in Frage gestellt, dafür wurde von den Teilnehmern dem Peoplemanagement viel höhere Bedeutung zugesprochen. Das wurde rundum auch von den Refenten bestätigt. So auch am Beispiel von Postfinance mit dem substantiellen Engagement für Kulturförderung, oder von Hocoma mit dem Fokus auf den Dialog mit den Partnern und Kunden wie auch von Speak, deren Fokus auf den wirkungsvollen Auftritt von Menschen vor Menschen liegt.

 

Das Echo der Teilnehmer zum Anlass war durchgehend positiv, was uns dazu ermuntert mit der Serie weiterzufahren und im nächsten Jahr, am 9. Mai 2012, wieder einen Kundenevent in Bern durchzuführen. Im Namen von Intercai bedanken wir uns bei den Referenten sowie bei allen Gästen für ihr Kommen und ihre aktive Teilnahme.

Bildergalerie

 Intercai Customer Event 2011
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